Nebenwirkungen und Risiken von Sildenafil
So wie bei jedem Medikament, können auch bei der Einnahme von Sildenafil Nebenwirkungen auftreten (Sildenafil wird zur Behandlung von erektilen Dysfunktionen bzw. bei Impotenz eingesetzt). Das Medikament sollte grundsätzlich nur nach Verschreibung durch einen Arzt eingenommen werden. Sildenafil ist auch in dem bekannten Potenzmittel Viagra und dem Lungen- bzw. Herzmedikament Revatio enthalten.
Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Kopfschmerzen, Hitzegefühl und Rötung des Oberkörpers, Durchfall oder Verdauungsstörungen, sowie Gliederschmerzen. Weitere Nebenwirkungen, die häufig auftreten sind: Schwindel, erhöhte Lichtempfindlichkeit der Augen, unscharfes Sehen, Veränderungen des Farbensehens (auch Blausehen), Netzhautblutungen, Doppelbilder, anormales Gefühl im Auge und Augenreizungen. Aufgrund diesen möglichen Sehstörungen sollte vor dem Auto fahren unbedingt darauf geachtet werden, welche ob und welche Nebenwirkungen die Sildenafil Tablette auslöst.
Weitere unerwünschte Wirkungen, die auftreten können sind: Herzklopfen, verstopfte Nase, Schnupfen, Nasenbluten, Grippe, Husten, Wasseransammlung im Gewebe, Migräne, Magenschleimhautentzündung, Fieber oder Gewichtszunahme. In seltenen Fällen wurde auch von Hörstörungen, Blutungen und schmerzhaften Erektionen berichtet.
Welche Patienten dürfen Sildenafil nicht einnehmen?
Sildenafil darf von Männern mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen (unter denen vor allem ältere Männer häufig leiden) und von Patienten, die Nitrate und Molsidomin einnehmen nicht angewendet werden. Nitrate und Molsidomin haltige Medikamente sind Medikamente, die hauptsächlich bei Angina pectoris (eine Erkrankung, die Schmerzen in der Brustgegend durch Verengung der Herzkranzgefäße verursacht) verschrieben werden. Es gibt auch andere Medikamente, die nicht zusammen mit Viagra eingenommen werden dürfen, z.B. so genannte Alpha-Blocker. Falls also andere Medikamente eingenommen werden, ist dies unbedingt dem Arzt mitzuteilen. Auf keinen Fall sollte Sildenafil gleichzeitig mit andren Medikamenten eingenommen werden, ohne vorher einen Arzt darüber zu informieren.
Viagra sollte auch dann nicht eingenommen werden, wenn eine Allergie gegen einen Bestandteil der Tablette besteht, oder falls schwere Leberschäden oder bestimmte Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bspw.instabile Angina Pectoris, bestehen. Auch Patienten, die kürzlich einen Schlaganfall oder Herzinfarkt hatten, sowie Patienten, die an niedrigem Blutdruck leiden, sollten Sildenafil nicht nehmen. Dasselbe gilt für Menschen, die unter einer Erkrankung des Sehnervs litten, sowie für Menschen, die erblich bedingte Erkrankung der Netzhaut (retinitis pigmentosa) aufweisen. Außerdem kann es bei einer gleichzeitigen Einnahme zur Erhöhung des Medikamentenspiegels im Blut kommen und somit zu einer Verlängerung der Verweildauer im Körper. Es ist also dringend notwendig sich vor der Einnahme von einem Arzt beraten zu lassen.
Weitere Vorsichtsmaßnahmen
Bei einer Verformung des männlichen Geschlechtsorganes und bei Krankheiten, bei denen Verhärtungen des Penis zu einer Verformung führen ist besondere Vorsicht geboten. Dies ist auch der Fall bei Erkrankungen, bei denen es zu verlängerten Erektionen kommen kann, oder bei Erkrankungen mit erhöhter Blutungsneigung oder bei Magengeschwüren. Auch einige Aids-Medikamente werden durch Sildenafil negativ beeinflußt. Das bedeutet, daß HIV-infizierte das Mittel nur mit gewissen Risiken einnehmen können.
Sildenafil darf maximal einmal täglich eingenommen werden, in einer Höchstdosis von 100 mg. Die genaue Dosierung soll vom Arzt bestimmt werden und auch eine Steigerung der Dosis wegen unzureichender oder fehlender Wirkung sollten grundsätzlich nur in Absprache mit ihrem Arzt durchgeführt werden.
In den letzten paar Jahren wurde in der Presse von Todesfällen im Zusammenhang mit der Einnahme von Sildenafil berichtet. Diese traten aber in allen Fällen durch Nichtbeachtung der Warnungshinweise auf. Ein hohes Risiko ist in diesem Zusammenhang, Sildenafil ohne die Verordnung eines Arztes einzunehmen. Aus diesem Grund ist auch davon abzuraten, sich die Tabletten von Internetversandhändlern schicken zu lassen, welche das Medikament auch ohne Verschreibung in alle Teile der Welt schicken. Außerdem setzt man sich dabei dem Risiko aus, gefälschte und/oder verunreinigte Produkte zu erhalten.